Abwasser im Keller: So handeln Sie in der ersten halben Stunde
Sicherheit, Wasser stoppen, Schaden begrenzen, dokumentieren: vier Schritte für die erste halbe Stunde bei Rückstau.
Redaktion Rohrreinigung-Schnell ·

Im Keller steht Wasser, und es kommt aus dem Bodenablauf oder der Kellertoilette. Das ist ein Rückstau: Abwasser kann nicht mehr abfließen und sucht sich den tiefsten Ausgang im Haus. In der ersten halben Stunde können Sie viel dafür tun, dass der Schaden klein bleibt.
Schritt 1: Erst die Sicherheit
- Nicht ins Wasser treten, wenn Steckdosen, Verlängerungskabel oder Geräte wie Waschmaschine und Trockner im nassen Bereich stehen.
- Sicherung für den Keller ausschalten – aber nur, wenn Sie den Sicherungskasten trocken erreichen.
- Handschuhe und feste Schuhe tragen. Rückstauwasser ist Abwasser, kein Regenwasser.
Schritt 2: Kein Wasser mehr nachschicken
Solange die Leitung blockiert ist, landet jeder Liter, der im Haus abläuft, im Keller.
- Nicht spülen, nicht duschen, keine Wasch- oder Spülmaschine laufen lassen.
- Im Mehrfamilienhaus: die anderen Parteien informieren.
- Ist eine Rückstauklappe eingebaut und hat sie einen Handverschluss, diesen schließen.
Schritt 3: Herausfinden, woher es kommt
Zwei Ursachen sind häufig, und sie verlangen Unterschiedliches:
Es regnet stark. Dann ist oft der öffentliche Kanal überlastet, und das Wasser drückt von der Straße zurück in den Hausanschluss. Das Wasser sinkt meist wieder, wenn der Regen nachlässt. Trotzdem sollte danach geprüft werden, warum der Rückstauschutz nicht gehalten hat.
Es regnet nicht. Dann sitzt die Verstopfung sehr wahrscheinlich in Ihrer eigenen Grundleitung – durch Ablagerungen, Wurzeln oder einen Rohrschaden. Hier hilft Abwarten nicht: Die Leitung muss gereinigt werden.
Sagen Sie uns beim Anruf, ob es regnet. Das ist die erste Frage, die wir stellen.
Schritt 4: Schaden begrenzen und festhalten
- Kartons, Möbel und Elektrogeräte aus dem nassen Bereich holen, soweit das gefahrlos geht.
- Fotos machen: Wasserstand an der Wand, betroffene Gegenstände, die Austrittsstelle. Ihre Versicherung wird danach fragen.
- Erst nach den Fotos mit dem Aufnehmen des Wassers beginnen.
Was wir vor Ort tun
Wir reinigen die Grundleitung, bis das Abwasser wieder abfließt, und sehen uns den Rückstauschutz an: Schließt die Klappe noch, ist sie verschmutzt, fehlt sie ganz? Hat das Haus eine Hebeanlage, prüfen wir auch diese. Mehr zum Ablauf lesen Sie auf unserer Seite Rückstau im Kanal.
Und die Versicherung?
Ob ein Rückstauschaden versichert ist, hängt von Ihrem Vertrag ab; häufig ist dafür ein zusätzlicher Elementarschutz nötig. Melden Sie den Schaden früh und mit Fotos. Auf Wunsch halten wir fest, was wir vorgefunden haben.
Damit es nicht wieder passiert
Abläufe, die unterhalb der Straßenoberkante liegen, brauchen einen Rückstauschutz – eine Klappe oder eine Hebeanlage. Beide müssen gewartet werden, sonst schließen sie im entscheidenden Moment nicht. Kommt der Rückstau auch ohne Regen wieder, zeigt eine Kanal-TV-Untersuchung, was in der Leitung los ist.




